{"id":215,"date":"2024-03-20T13:39:04","date_gmt":"2024-03-20T13:39:04","guid":{"rendered":"https:\/\/maanvs04.gm.fh-koeln.de\/?p=215"},"modified":"2024-03-20T13:39:04","modified_gmt":"2024-03-20T13:39:04","slug":"nicht-entweder-oder-sondern-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.spotseven.de\/?p=215","title":{"rendered":"Nicht \u201eentweder\/oder\u201c, sondern \u201eund\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine Karriere an der Hochschule oder in der Wirtschaft? Viele Absolvent*innen stehen nach dem Abschluss vor dieser Entscheidung. Auch Lukas Bader war hin- und hergerissen. Jetzt arbeitet er \u2013 Tandemprogramm sei Dank \u2013 sowohl an der TH K\u00f6ln als auch bei der August R\u00fcggeberg GmbH. Davon profitiert nicht nur er, auch die Hochschule und das Unternehmen haben Vorteile von der engen Zusammenarbeit.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor seinem Masterabschluss stand Lukas Bader am Scheideweg: Sollte er an der Hochschule bleiben, eine wissenschaftliche Karriere verfolgen \u2013 und riskieren, den Kontakt in die Industrie und zu den Entwicklungen in der Wirtschaft zu verlieren? Oder eine Vollzeitstelle in einem Unternehmen antreten und damit vielleicht die Freiheit einb\u00fc\u00dfen, Dinge einfach mal ausprobieren zu k\u00f6nnen? Zum Gl\u00fcck gab es noch eine dritte Option: Seit Mai 2022 arbeitet Lukas Bader sowohl beim Werkzeughersteller August R\u00fcggeberg als auch beim Institut f\u00fcr Data Science, Engineering, and Analytics (IDE+A) der TH K\u00f6ln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"705\" height=\"397\" data-attachment-id=\"217\" data-permalink=\"https:\/\/www.spotseven.de\/?attachment_id=217\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.spotseven.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/LukasBader.png?fit=705%2C397&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"705,397\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"LukasBader\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Lukas Bader arbeitet sowohl an der TH K\u00f6ln als auch bei der August R\u00fcggeberg GmbH. 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(Bild: privat)\n<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Beste aus beiden Welten<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>M\u00f6glich macht es das Tandemprogramm. Es qualifiziert Wissen-schaftler*innen fr\u00fcher Karrierestufen akademisch und berufspraktisch. Teilnehmer*innen sind sowohl bei einem au\u00dferhochschulischen Partner als auch an der TH K\u00f6ln angestellt. Dieser Weg reizte Lukas Bader. \u201eIch habe schon w\u00e4hrend meines Studiums immer parallel in der Industrie gearbeitet, als Werksstudent oder w\u00e4hrend meines Praxissemesters\u201c, sagt Bader. \u201eDeshalb fand ich es interessant, beide Seiten weiterhin kombinieren zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Interessen der Hochschule und des Unternehmens erg\u00e4nzen sich dabei gut: \u201eZiel bei R\u00fcggeberg ist es, datengetrieben Marktpotenziale f\u00fcr verschiedene Produkte zu ermitteln. Das hei\u00dft, wir sammeln externe Wirtschaftsdaten und verkn\u00fcpfen diese mit internen Unternehmensdaten, um daraus Entscheidungshilfen f\u00fcr die unterschiedlichen Abteilungen abzuleiten\u201c, erkl\u00e4rt Bader. \u201eUnd an der Hochschule geht es darum, verschiedene Methodiken oder Ans\u00e4tze, die Stand der Technik sind, zu verstehen und anzuwenden.\u201c Im Arbeitsalltag vermischen sich die Aufgabenbereiche. \u201eEigentlich bin ich drei Tage pro Woche bei R\u00fcggeberg und zwei Tage an der TH K\u00f6ln\u201c, so Bader. \u201eEs ist aber nicht so, dass ich an der Hochschule nur Abschlussarbeiten betreue oder \u00dcbungen gebe. Ich bereite auch mal bei R\u00fcggeberg meine \u00dcbungen vor oder arbeite an der Hochschule f\u00fcr das Unternehmen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Von dieser Vermischung profitieren auch die TH K\u00f6ln und R\u00fcggeberg. \u201eF\u00fcr die Hochschule ist es von Vorteil, Zugriff auf reale Problemstellungen aus einem Unternehmen zu haben, denn viele unserer Studierenden wollen bewusst nah an der Praxis sein\u201c, sagt Dr. Dietlind Z\u00fchlke, Professorin f\u00fcr Angewandte Mathematik am IDE+A und hochschulseitige Betreuerin von Lukas Bader. \u201eUnd f\u00fcr mich als Professorin ist es immer wieder bereichernd zu sehen, wo und wie in der realen Welt unsere Methoden einsetzbar sind.\u201c R\u00fcggeberg auf der anderen Seite bleibt durch den Kontakt zur Forschung am Puls der Zeit: \u201eLukas hat die Freir\u00e4ume, Sachen auszuprobieren, kleine Pilotprojekte zu starten und zu analysieren, welchen Mehrwert die Ergebnisse in den unterschiedlichen Abteilungen haben k\u00f6nnten\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Ina Terwey-Scheulen, Director Global Marketing &amp; Product Management bei R\u00fcggeberg und auf Unternehmensseite f\u00fcr Lukas Bader zust\u00e4ndig. \u201eAu\u00dferdem \u00f6ffnen wir durch die Kooperation die T\u00fcr f\u00fcr die Zusammenarbeit mit Studierenden. Durch Studienarbeiten k\u00f6nnen wir uns mit Themen befassen, f\u00fcr die es manchmal an der Zeit fehlt oder die wir noch nicht auf unserer To-do-Liste haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Herausforderungen begegnen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Bei allen Vorteilen bleibt das Tandemprogramm aber auch nicht ohne Schwierigkeiten. \u201eEs ist nicht leicht, alle Verantwortlichkeiten unter einen Hut zu bekommen und alles zu koordinieren\u201c, sagt Lukas Bader. \u201eAu\u00dferdem fordert mich das wissenschaftliche Arbeiten und Forschen, da in meinem Studium oftmals die Praxis im Vordergrund stand. Die ersten wissenschaftlichen Paper zu ver\u00f6ffentlichen, wird eine Herausforderung sein.\u201c Dietlind Z\u00fchlke erg\u00e4nzt: \u201eDie Themen unserer Ver\u00f6ffentlichungen m\u00fcssen sowohl unternehmensrelevant als auch f\u00fcr ein wissenschaftliches Journal oder eine Konferenz geeignet sein. Das ist eine Gratwanderung.\u201c Au\u00dferdem gibt es Optimierungspotenzial bei der Datenqualit\u00e4t. \u201eDa haben wir noch Hausaufgaben zu machen\u201c, sagt Ina Terwey-Scheulen. \u201eDa wir Daten aus allen Abteilungen des Unternehmens nutzen, liegt das nicht immer in unserem eigenen Verantwortungsbereich und wir m\u00fcssen andere daf\u00fcr gewinnen, hier aufzur\u00e4umen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ob das klappt? Da sind alle zuversichtlich. Das oberste Ziel ist es, 2024 eine Datengrundlage zu schaffen, auf die Algorithmen angewendet werden k\u00f6nnen. \u201eDas wird bis Mitte des Jahres ein ziemlicher Kraftakt\u201c, gibt Dietlind Z\u00fchlke zu. \u201eAber dann k\u00f6nnen wir in der zweiten Jahresh\u00e4lfte davon profitieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00dcber das Personalgewinnungskonzept \u201ePLan_CV\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Das Tandemprogramm ist ein Baustein des Projekts PLan_CV (\u201eProfessur-Laufbahn an Hochschulen f\u00fcr angewandte Wissenschaften neu denken: Collaboration und Vernetzung\u201c). Es soll exzellentes Personal f\u00fcr Professuren an der TH K\u00f6ln gewinnen und eine bessere Durchl\u00e4ssigkeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erreichen. Das Projekt wird im Rahmen des Programms zur F\u00f6rderung der Gewinnung und Qualifizierung professoralen Personals an Fachhochschulen mit 12,4 Millionen Euro vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Karriere an der Hochschule oder in der Wirtschaft? Viele Absolvent*innen stehen nach dem Abschluss vor dieser Entscheidung. 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